Tipps & Tricks für das Spielen mit gemischten Altersgruppen

Warum gemischtes Spielen so wichtig ist

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Wenn Kinder unterschiedlichen Alters miteinander spielen, entsteht etwas Magisches – Lernen geschieht spielerisch, sozial und ganz natürlich.
Laut dem Kinderpsychologen Peter Gray, Ph.D. „ermöglicht altersgemischtes Spielen jüngeren Kindern, schneller zu lernen, während ältere Kinder Führungsqualitäten und Empathie entwickeln.“ Seine Forschung über Age-Mixed Play and Its Evolutionary Importance belegt genau das.
👉 Hier klicken, um die vollständige Studie von Peter Gray zu lesen.

Diese Form des Spielens ist besonders in Montessori- oder Naturkindergärten verbreitet, wo Zusammenarbeit an die Stelle von Konkurrenz tritt – und beide Altersgruppen davon profitieren.

Die richtige Umgebung schaffen

Richte Spielbereiche ein, die Entdeckung und Kreativität über Altersgrenzen hinweg fördern. Zum Beispiel:

  • Eine Bauecke (LEGO für ältere Kinder, große Holzbausteine für Kleinkinder)
  • Eine Rollenspielecke (gemeinsame Kostüme und Requisiten)
  • Eine Kreativecke (Malen, Kneten, Musikspielzeug)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt täglich mindestens 3 Stunden aktive Spielzeit für Kinder unter 5 Jahren, um deren körperliche und emotionale Entwicklung zu fördern. Altersgemischtes Spielen unterstützt genau diese Art von Bewegung und sozialer Interaktion.
👉 Hier kannst du die WHO-Richtlinien zum spielbasierten Lernen lesen.

Aktivitäten, die alle Altersgruppen verbinden

Einige Aktivitäten bringen Kinder unabhängig vom Alter zusammen:

  • Gemeinsames Geschichtenerzählen: Ältere erzählen, jüngere spielen nach.
  • Schatzsuche: Große lesen Hinweise vor, Kleine suchen die Gegenstände.
  • Musik & Bewegung: Kleine klatschen den Rhythmus, Große singen oder tanzen dazu.

Eine Studie von Guo et al. (2014) zeigte, dass Kinder in altersgemischten Kindergartengruppen größere Wortschatzgewinne erzielten als Kinder in gleichaltrigen Gruppen.
👉 Hier kannst du die vollständige Studie im Early Childhood Research Quarterly lesen.

Ältere Kinder führen lassen (ohne das Spiel zu übernehmen)

Anstatt als Erwachsener das Spiel zu leiten, sollten ältere Kinder ermutigt werden, „Lehrer-“ oder „Helferrollen“ zu übernehmen. Das stärkt Empathie, Verantwortungsgefühl und Kommunikationsfähigkeit.
Die Lerntheorie von Lev Vygotsky – die sogenannte Zone der nächsten Entwicklung – erklärt, dass Kinder am besten lernen, wenn sie von etwas erfahreneren Gleichaltrigen unterstützt werden.
👉 Mehr über Vygotskys Lerntheorie erfährst du hier.

Eltern oder Betreuer sollten nur sanft begleiten: Zusammenarbeit fördern, Konflikte ruhig lösen und kleine Erfolge feiern. So lernen Kinder, ihre sozialen Fähigkeiten selbstständig zu entwickeln.

Sicherheit, Balance und weniger Bildschirmzeit

Sicherheit steht an erster Stelle – trenne Kleinteile, die verschluckt werden könnten, und achte auf altersgerechtes Spielzeug. Auch Bildschirme sollten während der Spielzeit ausgeschaltet bleiben.
Laut dem LEGO Play Well Report verbringen Kinder heute weniger als 2 % ihrer Woche mit freiem Spiel – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu früheren Generationen.
👉 Hier kannst du die vollständige LEGO-Studie lesen.

Freies Spielen ist wertvoll. Altersgemischte Spielsituationen fördern Kreativität, Fantasie und soziale Intelligenz – Dinge, die kein Bildschirm ersetzen kann.

Fazit & weiterführende Ressourcen

Gemischtes Spielen ist weit mehr als Unterhaltung – es fördert Sprache, Empathie, Kreativität und Selbstbewusstsein. Beginne mit einer wöchentlichen gemischten Spielzeit, nutze offene Materialien (z. B. Holzspielzeug oder Puzzles) und lass die Kinder das Spiel selbst gestalten.

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